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Flotel Warao  
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Orinokodelta- Venezuela

Flora und Fauna

 

Das "wildlife" im Orinokodelta, Venezuela beeindruckt durch eine unheimliche Vielfalt. Sechs verschiedene Katzenarten sind hier zu finden, darunter Ozelots, Jaguare und Pumas, sowie eine Vielfalt von Affen, meistens handelt es sich dabei um Kapuziner- oder Brülläffchen. Aber es gibt auch jede Menge nachtaktiver Affen.

 

Eine wunderbar eigenwillige Erfindung der Natur sind die im Orinocodelta besonders häufig anzutreffenden mangroven (manglares). Als Mangrove bezeichnet man die Wälder im Gezeitenbereich der Meeresküsten. Die Verbreitung der Mangrove wird weniger durch das Klima als durch die besonderen Bodenbedingungen bestimmt, die nur wenige Pflanzen ertragen können: Überschwemmung und Trockenfallen im ständigen Wechsel von Ebbe und Flut verbunden mit hohem Salzgehalt und Sauerstoffarmut des Bodens. Da der Boden sauerstoffarm ist, bilden Mangrovegehölze Wurzeln, die aus der Erde herausragen. Durch feine Oeffnungen in diesen Luftwurzeln erfolgt der Gasaustausch. Wasser kann nicht hindurchdringen.

Die Morichepalme – Der Lebensbaum der Indianer 

Die Morichepalme (Mauritia flexuosa) kommt vor allem in den Bundesstaaten Bolívar, Delta Amacuro, Apure und Guárico vor.
Vor allem für die Warao- Indianer im Orinokodelta ist diese Palme der Lebensbaum. Aus der Baumspitze der Jungpalmen werden die Palmherzen gewonnen. Aus dem Stamm ausgewachsener Palmen gewinnt man eine Art Mehl, welches zur Herstellung von Fladenbrot genutzt wird. Aus den Palmblättern stellt man nach zahlreichen Arbeitsschritten Hängematten und Körbe her. Aus den Früchten macht man einen ausgezeichneten Fruchtsaft und die Stämme umgefallener Palmen sind Lieferant der “Gusanos de moriche”, einer Art Engerling, die roh, gebraten oder gekocht gegessen werden und einen wichtigen Bestandteil der Ernährung darstellen. Dies sind die traditionellen Verwendungszwecke der Warao- Indianer. Aus der Palme, die auch in Brasilien und Peru vorkommt, werden auch folgende Produkte gewonnen:
ein alkoholisches Getränk nach der Fermentierung der Jungfrüchte und Zucker nach dem Kochen. Aus der reifen Frucht lassen sich ein sehr gutes Speiseöl, Speiseeis, Sonnenschutzcreme und Seife herstellen. Ebenso lassen sich Medikamente gegen Diabetes, Muskelschmerzen, Fieber und Hepatitis produzieren. Aus der Wurzel der Palme gewinnt man ein Medikament gegen Malaria. Das Moricheöl weist 5x mehr Vitamin A auf als Karotten!!!
Eine Palme lässt sich während 40-50 Jahren ernten und liefert im Durchschnitt 190 kg Früchte pro Palme.
Was für ein tolles Geschenk der Natur.

 

 

Das Delta Amacuro, a neues Ziel